Legende: Der Agostini Alpin Drum Workshop fand vor dem traumhaften Panorama von Eiger, Mönch und Jungfrau statt.
Legende: Der Agostini Alpin Drum Workshop fand vor dem traumhaften Panorama von Eiger, Mönch und Jungfrau statt.

Agostini Drum School Alpin Workshop in Wengen

"Es ist eine ganz spezielle Atmosphäre während des Workshops. Wir sind die ganze Zeit zusammen, wohnen im gleichen Hotel und halten die Workshops in der Schule von Wengen ab. So entstehen viele spontane musikalische Begegnungen, die sonst nicht möglich wären", erklärt Noby Lehmann, Leiter des Workshops und Direktor der Agostini Drum School Schweiz in Olten. Zusammen mit den Schlagzeuglehrern der Schule organisiert er jedes zweite Jahr einen wöchigen Workshop für Schlagzeuger und Percussionisten in Wengen im Berner Oberland. Die Teilnehmer kamen aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Frankreich. Sie sind zwischen 14 bis über 60 Jahre alt, Frauen und Männer, von Anfängern bis zu Fortgeschrittenen. Claudia Kunfermann ist bereits zum vierten Mal mit dabei. Sie spielt seit rund 25 Jahren Schlagzeug und schwärmt. „Es ist eine Woche die ich mir schenke! Ich geniesse es, denn ganzen Tag Schlagzeug zu spielen. Zu Hause ist das nicht möglich, da hat man Familie, einen Job, die anderen Hobbies – irgendwie ist man immer abgelenkt. Was ich hier in einer Woche profitiere, von dem zehre ich nachher noch lange Zeit.“

Spontane Sessions entstehen
In der Lobby des Hotels Regina steht ein Flügel. Daneben ist ein Drum-Kit aufgestellt. In einer Pause setzt sich jemand an den Flügel und fängt an zu improvisieren. Es dauert nicht lange und ein Student setzt sich ans Schlagzeug. Kurz darauf ist eine Jam-Session im Gang, die seinesgleichen sucht. „Wir sehen in einer Woche einen riesigen Fortschritt bei den Teilnehmern“, erklärt Noby Lehmann. Unter ihnen sind auch Schüler der Agostini Drum School. „Normalerweise sehen wir unsere Schüler ein bis zwei Mal die Woche. Aber in diesem Workshop passiert sehr viel, weil wir wirklich intensiv zusammen arbeiten können.“ Die Herausforderung an die Lehrer ist, in diesen wenigen Tagen Stücke zu erarbeiten, die dann als Konzert aufgeführt werden können. Ein wichtiger Teil ist auch das Spielen im Freien. „Der Ursprung des Trommelns ist im Freien. Darum ist es immer wieder speziell, wenn wir auf der Kleinen Scheidegg proben oder auch auf dem Dorfplatz in Wengen ein Platzkonzert geben.“

Teilnehmer mit verschiedenen Spiellevels
Der jüngste Teilnehmer ist 14 Jahre alt. Er ist der Sohn des Hoteliers vom Hotel Regina und kennt den Workshop als Aussenstehender schon lange. „Ich habe letztes Jahr mit dem Schlagzeug spielen angefangen und bin jetzt in einer Schülerband. Als Noby mich gefragt hat, ob ich auch mit machen will, war ich natürlich begeistert und habe sofort zugesagt“, erzählt Max Meyer. Seine Augen leuchten, wenn er vom Schlagzeug spielen spricht.

Abwechslungsreiches Programm
Die Teilnehmer proben in Gruppen von fünf bis sechs Schülern. Sie werden je nach Können und Fähigkeiten zusammengestellt. Zusätzlich proben sie mit einer Band. Für die meisten Teilnehmer ist das ein Highlight. Dort können sie ihr Können zeigen und an den beiden Konzert Jam Abenden aufführen. Es ist nicht nur für die Teilnehmer sehr lehrreich. Auch die Lehrer lernen sich gegenseitig besser kennen. Losgelöst von ihren alltäglichen Pflichten können sie hier die Kameradschaft pflegen und sich austauschen. Und natürlich ihrer eigenen Spiellust frönen.

Spezielle Momente
"Von denen gibt es viele!", so Noby Lehmann. „Das sind zum Beispiel Wanderer, wenn wir auf der Kleinen Scheidegg spielen, die stehen bleiben und dann applaudieren. Oder die spontanen Jams, die immer wieder stattfinden. Und natürlich wenn wir Ende Woche auf die Fortschritte schauen, die die Teilnehmer gemacht haben.“ Die Teilnehmerin Claudia Kunfermann geniesst vor allem auch das Zusammensein mit Gleichgesinnten. „Wir kommen alle aus unseren Alltag hier zusammen und von verschiedenen Generationen. Aber das merkt man gar nicht. Es wird geprobt, gelacht, gefachsimpelt und natürlich viel gelernt.“

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