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Alle »Homeofficer«, mal herhören!

Eine Studie zur Relation von Produktivität und Musikhören enthüllt Erstaunliches: Je langsamer das Tempo der Lieder, desto produktiver agiert man.

Man mag es mögen oder nicht: »home-officing« ist für viele zur Normalität geworden. Aber sind wir so produktiv, wie wir es sein können? Dazu gibt’s jetzt eine Studie, durchgeführt von der Plattform OnBuy.com. 3.000 teilnehmende Personen waren aufgefordert, sich Playlists mit der Kategorien »Konzentration« und »Motivation« anzuhören. Dabei musste jeder Teilnehmer zehn kurze Aufgaben erledigen, um herauszufinden, ob motivierende Musik das beste Genre für die Produktivität ist, und um zu sehen, ob die Beats pro Minute (BPM) einen Einfluss auf die Fähigkeit haben, konzentriert zu bleiben. Die durchschnittliche BPM-Zahl für »motivierende« Playlists liegt bei 176,2 – die BPM-Zahl für die »Konzentrations«-Playlist beträgt 68,1. Zum Vergleich: Die Teilnehmer beendeten durchschnittlich sechs Aufgaben pro Lied ohne Musik.

»Excited« ist nicht gleich »produktiv«…
Interessanterweise erwiesen sich die »motivierenden« Playlists mit einem Durchschnitt von 176,2 BPM als die mit am wenigsten produktiven Einfluss. Die Teilnehmer erfüllten im Durchschnitt nur 4,5 der Aufgaben. »I'm So Excited« von den Pointer Sisters war mit einer BPM-Rate von 184 das schlechteste Lied für die Produktivität. Die Leute erfüllten beim Hören nur 3 von 10 der Aufgaben.

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Je schneller, desto unproduktiver
Als die Teilnehmer das Lied mit der höchsten BPM-Rate der Playlist, »Fighter« von Christina Aguilera (189 BPM), hörten, erfüllten sie nur 4 von 10 der Aufgaben. Die vorletzten der am wenigsten produktiven Lieder waren »Roar« von Katy Perry (180 BPM), »Fight Song« von Rachel Platten (176 PBPM) sowie »Dancing With Myself« (176 BPM) von Billy Idol. Die Teilnehmer erfüllten auch nur vier Aufgaben, während sie diesen Liedern zuhörten. Im Durchschnitt erfüllten die Teilnehmer 1,5 Aufgaben weniger, wenn sie motivierende Musik hörten, als wenn sie gar keine Musik hörten.

Produktivität kommt eher im Dub-Tempo
Die Untersuchung ergab, dass die »Konzentrations«-Playlists am besten für die Produktivität geeignet waren, wobei dieses Genre eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 68,1 BPM aufwies; die Teilnehmer erledigten durchschnittlich 7,1 der Aufgaben. Die Studie enthüllte, dass »Cruel World« von Lana Del Ray insgesamt das produktivste Lied war, wobei die Teilnehmer während der gesamten Dauer 9 der 10 Aufgaben erledigten. Faszinierenderweise hatte dieses Lied mit nur 59 BPM die niedrigste BPM-Rate aller Lieder. Auf dem gemeinsamen zweiten Platz für die produktivsten Lieder landeten »River« von Joni Mitchell (61 BPM), »My Love« von Sia (62 BPM) und »I Want To Be Yours« von den Arctic Monkeys (68 BPM). Beim Hören dieser Lieder erfüllten die Teilnehmer 8 von 10 Aufgaben. 

Dies zeigt, dass während der gesamten Studie eine stetige Korrelation besteht, was direkt darauf hinweist, dass es umso schwieriger ist, produktiv zu sein und sich zu konzentrieren, je höher die BPM ist.

Diese Erkenntnis könnt ihr ja künftig im Kopf haben, wenn ihr euer Metronom zur Hand nehmt. Wir haben es ja schon immer geahnt: Schnelligkeit ist keine Hexerei …

Info: www.onbuy.com 

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