(Bild: Sabian)
(Bild: Sabian)

Drumlegende Neil Peart mit 67 verstorben

Neil Peart, einer der berühmtesten Rockdrummer überhaupt, schrieb mit der Band Rush Rockgeschichte. Am 7. Januar erlag er 67-jährig einem Hirntumor.

Es gab eine besondere Art von Aura, die Neil Peart umgab. Er galt als der Verschwiegene, der Höchsteigenwillige, der Belesene, der Intellektuelle der internationalen Drummerszene. »Normalerweise sehe ich mich eher als einen Komponisten am Schlagzeug«, sagte er über sich selbst. Darüber, dass er mit seinem ausgefeilten, hochanspruchsvollen Spiel für viele zum Drummeridol wurde, befand er: »Ich bin sehr glücklich darüber. Ich glaube, Bob Dylan hat mal gesagt, dass du als Musiker oder Künstler allgemein nicht viel mehr tun kannst, als andere Leute zu inspirieren. Mehr kann man wohl nicht erreichen.«

Drummer seit Kindesbeinen
1952 in Ontario, Kanada, geboren, war Neil Ellwood Peart seit 1974 Drummer der kanadischen Rockband Rush mit Geddy Lee (b) und Alex Lifeson (g). Abermillionen Alben hat die Band in ihrer Geschichte verkauft und so ziemlich alles an Auszeichnungen eingeheimst, was es überhaupt zu bekommen gibt. Schon früh war Peart klar, dass er als professioneller Drummer arbeiten wollte – selbst wenn’s nicht zum Geldverdienen sein würde. In seiner Jugend spielte er in zahlreichen lokalen Bands. Zu Pearts frühen Einflüssen zählten die klassischen Rockdrummer. Später kamen Gene Krupa und Buddy Rich hinzu. Mit 13 Jahren hatte Peart einmal Unterricht genommen, gut 30 Jahre später tat er selbiges bei Freddy Gruber wieder. Später folgte Peter Erskine.

Leidenschaftlicher Biker
Abgesehen von seiner Tätigkeit als Drummer war Peart ein leidenschaftlicher Leser und Autor von Büchern sowie Motorradfahrer. Mit den ausgedehnten Motorradtouren begann er nach einem persönlichen Schicksalsschlag. Peart schrieb zudem die meisten Texte für Rush, mit denen er 2013 in die Rock and Roll Hall of Fame  aufgenommen wurde. Zuletzt lebte die Drumlegende, die unzählige Schlagzeuger beeinflusst hat, in Kalifornien: Dort verstarb Peart am 7. Januar in Santa Monica an den Folgen eines Hirntumors. Er hinterlässt Frau und Tochter.
R.I.P., Neil!

2 Bilder

In Ausgabe 4/2011 hatten wir Neil Peart im Interview.
In derselben Ausgabe gab es einen Playalong von Rush mit Notentranskription von Neil Pearts Drumpart, den Song »Caravan«.

​​​​​​​Hier ein Clip von einem von Neil Peart legendären Solos zur Erinnerung an diesen Ausnahmeschlagzeuger:

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