Erfolgreiches InPop-Abschlusskonzert in der Popakademie Baden-Württemberg

Die Sommerferien haben noch nicht begonnen, und dennoch durften mehrere dutzend Schülerinnen und Schüler am Freitag, den 23. Juli, den Abschluss des Schuljahres feiern. Anlass war das Abschlusskonzert des Integrationsprojekts „InPop - Integration, Popmusik und Schule“ (InPop), das die Popakademie Baden-Württemberg seit Oktober 2009 an fünf Mannheimer Schulen durchführt. In wöchentlich stattfindenden Coachings durch Studierende der Mannheimer Hochschuleinrichtung erfahren Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund hierbei auf innovative, popmusikalische Weise Zugang zur deutschen Sprache und musizieren, texten, spielen, lernen und kommunizieren gemeinsam in einem völlig neuen Kontext. Ziel des auf drei Jahre angelegten Projekts InPop ist die Förderung des Sprachkompetenzerwerbs und eine Verbesserung der sich daraus ergebenden Partizipationsmöglichkeiten im sozialen Alltag der Schülerinnen und Schüler.

Beim Abschlusskonzert in der Popakademie präsentierten die Jugendlichen nun erstmals das in den Coachings erlernte musikalische und insbesondere sprachliche Wissen live auf der Bühne. Die Resonanz des Publikums, darunter viele Lehrkräfte und Eltern der InPop-Kids, fiel begeistert aus. Im Rahmen des Konzerts, das von Grußworten der Partner und Förderer des Programms, Dr. Gisela Steffens (Bundesministerium für Bildung und Forschung, Referatsleiterin Kulturelle Bildung), Nicolas Löbel (CDU, Mitglied des Gemeinderats der Stadt Mannheim) als Vertreter für die Stadt Mannheim sowie von Professor Udo Dahmen (Künstlerischer Direktor und Geschäftsführer Popakademie Baden-Württemberg) eröffnet wurde, spielten auch Bands und Liveprojekte der Popakademie-Coaches, darunter die Gruppen Rathsfeld und MBWTEYP.

„Nur über eine gelungene Integrationsarbeit können wir unsere Gesellschaft zukunftstauglich machen. Die Schule bietet sich hierbei als zentraler Raum im sozialen Alltag der Jugendlichen an, wobei das Medium Popmusik in Kombination mit Sprache eine optimale Botschaft ist. Unser Dank gilt unseren Projektpartnern, mit deren Unterstützung InPop ermöglicht wird“, äußerte sich Professor Udo Dahmen von der Popakademie Baden-Württemberg.

Dr. Gisela Steffens vom Bundesministerium für Bildung und Forschung: „Das Projekt InPop ist eine interkulturelle Entdeckungsreise, die hält, was sie versprochen hat: Seit das Projekt vor nicht einmal einem Jahr begann, hat es bereits im In- und Ausland Bewunderung und Neugier hervorgerufen. Das Spektrum reicht von der Initiative ‚Kinder zum Olymp‘ der Kulturstiftung der Länder bis zum englischsprachigen Themenheft ‚UNESCO heute‘, in dem die Deutsche UNESCO-Kommission InPop einen ausführlichen Bericht als ein deutscher Beitrag zu kultureller Bildung und Vielfalt widmet. Wie sich das Projekt auf die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen auswirkt, zeigt das heutige Konzert. Hier sind Begabungen und Fähigkeiten geweckt worden, die den jungen Menschen eine ganz neue Sicht auf sich selbst und ihre Umgebung eröffnen.“

„Das erste Jahr des Projekts ‚InPop - Integration, Popmusik und Schule’ hat gezeigt, dass der Zugang zur deutschen Sprache über die populäre Musik gerade von jungen Migrantinnen und Migranten begeistert angenommen wird. Die Idee, Schülerinnen und Schüler über die populäre Musik in einem zusätzlichen Musikunterricht sprachlich zu fördern, ist bestechend. Das Projekt ergänzt damit die integrationsfördernden Maßnahmen des Landes in hervorragender Weise“, sagte Georg Wacker MdL und Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, anlässlich des Abschlusskonzertes 2010 zum Projekt „InPop - Integration, Popmusik und Schule“.

Gabriele Warminski-Leitheußer, Bürgermeisterin der Stadt Mannheim und Mitglied im Projektbeirat von InPop: „Wir möchten innerhalb unserer Möglichkeiten Schule besser machen und die Kinder und Jugendlichen individuell fördern. Mit dem Projekt InPop gelingt uns das: Es wurde nicht nur die Sprachkompetenz von vor allem jungen Migrantinnen und Migranten gestärkt, sondern über das aktive Mitmachen in den Unterrichtsstunden auch Integration und Toleranz gefördert.“

Als Pilotprojekt hat InPop bundesweiten Modellcharakter und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und der Stadt Mannheim unterstützt. Die beteiligten Schulen in Mannheim sind die Kerschensteiner Ganztageshauptschule mit Werkrealschule, die Uhland Ganztageshauptschule mit Werkrealschule, die Geschwister Scholl Realschule, die Justus-von-Liebig-Schule und die Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried.

Weitere Informationen zu „InPop - Integration, Popmusik und Schule“ unter http://www.popakademie.de/projekte/inpop .

Weitere Informationen zur Popakademie Baden-Württemberg unter www.popakademie.de .

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