Konzert für einen guten Zweck

FASZINATION SCHLAGZEUG - In der HAP-Grieshaber-Halle zeigen 50 Künstler ihr Können zugunsten krebskranker Kinder

Mit »Faszination Schlagzeug« war das Benefizkonzert in der HAP-Grieshaber-Halle überschrieben. Insgesamt kamen dabei 1 600 Euro zusammen.
Die Halle platzte aus allen Nähten: Kein Stuhl war mehr frei. An den Wänden mussten Tische zum Sitzen aufgestellt werden. »Ich habe mit höchstens der Hälfte an Zuhörern gerechnet«, so Gastgeber Harald Wester.

Doch nicht nur Schlagzeuger, auch andere Musiker gestalteten das Konzert mit. Die Moderation übernahm der Kabarettist Eckard Grauer auch bekannt als »Leibssle«. Den Auftakt machte Harald Wester, auch Organisator des Konzerts, selbst. Er begrüßte das Publikum nicht auf die übliche Art und Weise, gab dem Publikum einen Rhythmus vor, den es mitgehen sollte: Dann setzten sich er und Hans-Dieter Stumpe an ihre Drums. Stumpe ist ein ehemaliger Schüler von Harald Wester, der eine Schlagzeugschule hat. Wester spielte schon mit Künstlern wie Phil Collins, Tom Jones oder Chris de Burgh. Stumpe verriet, sich auf das Konzert gut vorbereitet zu haben: »Ich habe eine Woche feste geübt«.

Beifall für blinden Drummer
Tanzend und steppend brachte die Gruppe »Rhythm & Tap« dann die Bühne zum Schwingen. Die acht Frauen steppten moderne Stepptanz-Choreografien und sorgten mit ihrer Body-Percussion für ein besonderes Erlebnis.

Afrikafeeling kam beim »Trio Casamance« auf. Die Afrikaner William Djemmeh und Kandara Diebaté sowie dessen Frau Ursula Branscheid-Diebaté zeigten, wie in Afrika seit Hunderten von Jahren in Mörsern Hirse gestampft wird. Sie spielten auf ihren afrikanischen Djembé- und Basstrommeln in der Tradition Guineas und Senegals - denn Diebaté kommt aus Casamance, dem südlichen Teil Senegals. Großen Beifall gab es für den blinden 16-jährigen Schlagzeuger Nico Berth. Er hatte bereits mit vier Jahren Schlagzeug zu spielen begonnen und ist auch ein Schüler von Wester.

Michael Steiner und Manuel Schoor veranstalteten ein Quiz für das Publikum, das musste Lieder erraten. Kein Problem war das für die kundigen Zuhörer. Zur Belohnung gab es ein Paar Schlagzeugstöcke.

Harry Wester war es gelungen, für diesen Abend verschiedene Sängerinnen zu gewinnen: Eva Winter, Daniela Föll und Aline Werner bekamen viel Applaus für ihre Auftritte. Besonderen Spaß hatten die Zuhörer mit Michael Mäntele und seinen drei Fässerklopfern. Die trommelten auf Mülltonnen und großen Öldosen.

Harry Reischmann ist seit über zwanzig Jahren Schlagzeuger verschiedener Bands. Aktuell spielt er für die Skibbe und Bonfire. Er überzeugte nicht nur als Drummer, sondern zur Überraschung des Publikums auch als Feuerspucker.

Eckhard Grauer nahm das Mikrofon nicht nur für die einzelnen Ansagen zur Hand. Er ist Mitglied der Band »Die Grauers« und sang in Begleitung von vier Schlagzeugern. Zum große Finale verteilten sich schließlich 50 Schlagzeuger im Publikum und boten dabei eine starke Leistung.

Für Wester war es nach Veranstaltungen in den Jahren 2000 und 2004 das dritte Benefizkonzert zugunsten des Fördervereins für krebskranke Kinder und das Geschwisterhaus in Tübingen. Ihm sei mal spontan die Idee gekommen, für den guten Zweck so ein Konzert zu organisieren. Er forderte seine Schüler, Ehemalige, befreundete und bekannte Musiker auf, da mitzumachen. Bis auf wenige Ausnahmen hatten alle sofort zugesagt. Den Moderator Eckart Grauer kannte er von einem anderen Benefizkonzert. So fanden sich schließlich 50 Künstler zusammen. (GEA)

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