Eunbi Jeong bei der Uraufführung von »Marsyas« am 1.3.2019 in Darmstadt
Eunbi Jeong bei der Uraufführung von »Marsyas« am 1.3.2019 in Darmstadt

»Längstes Schlagzeugsolo der Welt«

Vergesst Frank Zappas »Black Page«. Cord Meijering komponierte ein 90-minütiges Schlagzeugsolo: Eunbi Jeong spielt »Marsyas« am 10.10. in Berlin.

In der St. Elisabeth-Kirche erklingt »Marsyas«, das ›längste Schlagzeugsolo der Welt‹, komponiert von Cord Meijering, dem Direktor der Akademie für Tonkunst Darmstadt, anlässlich des 100. Jahrestages des 1. März-Aufstandes in Korea. Ein anderthalbstündiges Konzert, gespielt von Eunbi Jeong im Rahmen des Residence Musician Programm im Isang Yun Haus Berlin. Die Aufführung findet zugunsten der Errichtung einer Friedensstatue in Berlin statt.

Mythische Inspiration
Der Sage nach häutete der Gott Apoll aus der griechischen Mythologie den Satyr Marsyas und baute mit seiner Haut die erste Trommel dieser Welt.

Geschichtlicher Hintergrund 
Am 1. März 1919 formulierten 33 Bürger des damals besetzen Koreas eine Unabhängigkeitsproklamation, gerichtet an die Weltgemeinschaft. Das Aufbegehren gegen die japanische Fremdherrschaft wurde blutig niedergeschlagen.

»Marsyas – Sinfonie für Schlagzeug Solo«
Die Geschichte vom griechischen Satyr Marsyas erzählt von großer Kunst, von Leichtsinn, von übergroßer Grausamkeit und von unvorstellbar großem Schmerz. Das Werk »Marsyas – Sinfonie für Schlagzeug Solo« kombiniert diesen Mythos mit der koreanischen Unabhängigkeitsproklamation vom 1. März 1919. Am 1. März 2019 spielte Eunbi Jeong in Darmstadt die Uraufführung des längsten Schlagzeug-Solos der Welt.
Die Musik kombiniert scheinbar Unvereinbares: Die Form einer 90-minütigen Sinfonie mit dem Instrumentarium Solo-Schlagzeug, koreanischen Rhythmen mit pseudo-kontrapunktisch geführten Linienführungen auf »melodielosen« Instrumenten wie Trommeln und Becken. Das Werk beginnt mit der Kunst des Marsyas (1. Satz), gefolgt vom 2. Satz, der »Herausforderung« für große Trommel solo. Im 3. Satz rezitiert die Schlagzeugerin während ihres Spiels die Proklamation von 1919 auf Alt-Koreanisch. Das Werk endet mit einer »Katharsis«. Der Schmerz wird weggewaschen – als Vorbereitung für den Willen, endlich Frieden zu schließen.

2 Bilder

Programm:
Cord Meijering (*1955): »Marsyas – Symphony for Percussion solo«
mit Eunbi Jeong, Schlagzeug, Residence Musician im Isang Yun Haus Berlin

Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten.

Die Spendeneinnahmen unterstützen die Errichtung einer Friedensstatue in Berlin. Die Bronzestatue zum Gedenken an die „Trostfrauen“ wird weltweit als Symbol für Frieden und Frauenrechte erachtet.

Veranstaltungsort 
St.-Elisabeth-Kirche 
Invalidenstraße 3 
10115 Berlin

Datum und Uhrzeit
10. Oktober, 19:00 - 20:30 Uhr 

Info: https://www.koreaverband.de/termine/ 

Videoclip von der Künstlerin Eunbi Jeong, hier mit einem Percussion-Solo:

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