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Bild: Norbert Saemann
Bild: Norbert Saemann

Mareike Wiening: Zweites Album

In Heft 2/2020 stellten wir sie im Interview vor; jüngst legt die Drummerin mit ihrem Quintett das neue Album »Future Memories« vor.

Aus Franken stammend, fand Mareike Wiening in New York für einige Jahre eine neue Heimat und fasste als Musikerin dort Fuß. Wie sie das musikalisch prägte und warum sie nun lieber regelmäßig hinfliegt als weiter dort zu wohnen, erzählt sie im Interview in Ausgabe 2/2020.
Kurz vor der Aufnahmesession des Debütalbums Metropolis Paradise mit ihrem New Yorker Quintett brach sich der Pianist Glenn Zaleski den Ellenbogen und Dan Tepfer sprang für ihn ein. So kommt es, dass das zweite Album, »Future Memories«, mit Rich Perry (Tenorsaxofon), Alex Goodman (Gitarre), Johannes Felscher (Bass) und Glenn Zaleski (Piano), tatsächlich das erste in der Original-Besetzung ist. 

Allgegenwärtige Distanz
Das Album ist geprägt von der Distanz. “Anders als bei der Entstehung von Metropolis Paradise, habe ich beim Komponieren für Future Memories nicht mehr in New York gelebt,” erklärt Wiening. “Ich hatte nicht mehr meine Band ständig vor Ort mit der ich vor 2019 regelmäßig in New York geprobt und gespielt habe und Sachen ausprobieren konnte. Nun musste ich mir meine Band, den Sound, die unterschiedlichen Charaktere vorstellen, quasi ‘aus dem Kopf heraus’ komponieren. Erst auf Tour konnten wir richtig an den Kompositionen arbeiten und diese entwickeln.”

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Devise: Positiv bleiben!
Der Albumtitel “Future Memories“ hat auch eine philosophische Ebene. Die acht Stücke von Wienings Quintett sind vor der Corona-Krise entstanden, so wie die Studiosession noch vorher stattgefunden hat. Aber auch und gerade deshalb liefert das Album eine Idee davon, wozu improvisierte Musik und Jazz zu leisten imstande sind: nämlich einen imaginären Zeitpunkt in der Zukunft festzusetzen, von dem aus die Gegenwart als etwas bereits Vergangenes reflektiert werden kann. „Meine Band ist über die ganze Welt verstreut, wir leben in unterschiedlichen Zeitzonen und sind getrennt voneinander“, so Wiening. „Aber unser Zusammenhalt in der Vergangenheit, das gemeinsam Erlebte und unsere Musik werden uns durch die schwierige Gegenwart bringen. Wir werden positiv bleiben.” Das scheint in turbulenten Zeiten wie diesen notwendiger denn je zu sein.

www.mareikewiening.com 

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Biografie
Mareike Wiening startete mit 5 Jahren gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder am Klavier. Später spielte sie auch Querflöte, bevor sie 15-jährig mit dem Schlagzeug in Berührung kam. Mit 16 Jahren fing die »auf rechts« spielende Linkshänderin an zu trommeln und hatte u.a. bei Werner Schmitt Unterricht. Vor allem klassisch sozialisiert, nahm sie auch an »Jugend musiziert« teil. Ihre Eltern weckten das Interesse für Jazz. Nach der Schule studierte sie Schlagzeug an der Mannheimer Musikhochschule bei Michael Küttner. Währenddessen ging sie mit DAAD-Stipendium an die New York University. 2014 machte sie einen Master-Doppelabschluss an der NYU und in Mannheim. Seitdem arbeitet sie als Bandleaderin oder in Projekten etwa von der Kanadierin Rachel Therrien, deren neues Album sie einspielte, oder im Quintett der Berliner Saxofonistin Fabia Mantwill. Das zweite Album erscheint bei Greenleafmusic: https://greenleafmusic.com/artists/mareikewiening/ 

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