Baker bei seinem Konzert in Bochum am 26.4.2019 (Bild: Ingo Baron)
Baker bei seinem Konzert in Bochum am 26.4.2019 (Bild: Ingo Baron)

R.I.P., Ginger Baker!

Das Interview, das uns Ginger Baker noch im April gab, gehört tragischerweise zu seinen letzten. Die britische Drumlegende verstarb heute im Alter von 80 Jahren.

Ginger Baker wurde im August 80 Jahre alt. Die letzten Jahre war er gesundheitlich arg gebeutelt; nichtdestotrotz kehrte er dieses Frühjahr noch einmal an die Drums zurück und gab einige wenige Konzerte in Deutschland. Im Rahmen dessen hatten wir Gelegenheit, ihn zum Interview zu treffen. Das Interview war unsere Titelgeschichte der Ausgabe 4/2019 und würdigte den runden Geburtstag der Drum-Ikone (hier die Print-Ausgabe / das E-Paper bestellen). 

Einen Nachruf lest ihr im kommenden Heft 6/2019.

Auch im Jahr 2009 trafen wir Ginger Baker aus Anlass seines damals 70. Geburtstages zum Gespräch (erschienen in Ausgabe 3/2009).

Das Leben des Peter Edward Baker
Ginger Baker, am 19.8.1939 in London geboren, wurde 17-jährig Drummer von Bob Wallis and The Storyville Jazz Band, darauf bei Mr. Acker Bilk und Terry Lightfoot. 1962 ersetzte er Charlie Watts in Alexis Korner’s Blues Incorporated. Dort traf er den Bassisten Jack Bruce, den Saxofonisten Dick Heckstall-Smith und den Orgelspieler/Saxofonisten/Sänger Graham Bond, woraus bald darauf die Graham Bond Organisation wurde. 1966 formierte Baker mit Eric Clapton und Jack Bruce das legendäre Trio Cream. Nach dessen Ende spielte er mit Clapton, Steve Winwood und Ric Grech in der kurzlebigen ›Supergroup‹ Blind Faith. Von 1970 bis 1971 existierte die üppig besetzte Formation Ginger Baker’s Air Force. Danach wanderte er nach Nigeria aus, lernte neben afrikanischem Trommeln auch Fela Kuti kennen und musizierte mit ihm. Mit der Baker Gurvitz Army entstanden später drei Alben. 1980 gehörte Baker kurzzeitig zu Hawkwind, 1990 zu den Stonerrock-Pionieren Masters of Reality. Zwischenzeitlich auch in Italien und den USA ansässig und leidenschaftlicher Polospieler, tourte Baker mit Bassist Jonas Hellborg (auch 2011) sowie eigenen Jazzprojekten.

3 Bilder

Cream-Reunion 2005
Im Jahr 2005 feierte Cream in der Londoner Royal Albert Hall eine umjubelte Reunion. 2012 lief der US-Dokumentarfilm »Beware of Mr. Baker« im Kino. 2014 tourte Baker mit seiner Jazz Confusion, es erschien das Album »Why?«. Nach einer Herz-OP spielte Baker, der die letzte Zeit wieder in England lebte, im Frühjahr 2019 erstmals wieder einige wenige Konzerte in Deutschland.

»Pretty f***** good«
»Ich habe keine Ahnung, wie die Leute mich sehen. Das müssen sie selber entscheiden. Ich weiß, dass ich ›pretty f****** good‹ war«, waren die Worte, mit denen er sein Interview mit uns beschloss.

Nachdem er vor einigen Tagen wegen Herzproblemen in eine Klinik in Südengland eingeliefert worden war, verstarb er dort am heutigen Morgen.

R.I.P., Peter Edward Baker!

Zur Erinnerung an einen Großen unserer Zunft hier sein legendäres Drumsolo aus dem Song »Toad« von Cream:

Zur Übersicht

Unsere Magazine

STEREO

STEREO | Magazin für HiFi, High End & Musik. Für 6,50 Euro am Kiosk. Durchblättern!

Fono Forum

Fono Forum | Magazin für Klassik, Jazz und HiFi. Für 9,80 Euro am Kiosk. Durchblättern!

drums&percussion

Was Drummer bewegt. Für 5,90 Euro am Kiosk. Durchblättern!

Event Map

Sie suchen Konzerte oder Workshops in Ihrer Umgebung? Veranstaltungen in Ihrem Raum finden Sie jetzt ganz einfach mit unserer Event Map.

Zur Event Map

d&p-Newsletter

Mehr frische Infos und Angebote finden Sie im d&p-Newsletter.

Jetzt registrieren