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R.I.P., Jimmy Cobb!

Der US-Drummer, der unter anderem mit Miles Davis Jazzgeschichte schrieb, verstarb am 24.5. mit 91 Jahren in New York.

»So What«, »Freddie Freedloader« oder »All Blues« gehören zu den bekanntesten Klassikern des Realbooks. Jeder, der sich mit Jazzstandards beschäftigt hat, wird sie mindestens schon einmal gespielt haben. Eingespielt hat diese Meilensteine Jimmy Cobb.

Im Laufe seiner langen Karriere arbeitete der aus Washington, D.C., stammende Drummer mit Künstlern wie Miles Davis, Cannonball Adderley, Pearl Bailey, John Coltrane, Bill Evans, Gil Evans, Red Garland, Stan Getz, Dizzy Gillespie, Joe Henderson, Billie Holiday, Wes Montgomery, Clark Terry, Sarah Vaughan, Dinah Washington, Nancy Wilson und vielen anderen.

Als weitgehender Autodidakt trommelte Cobb von 1957 bis 1963 in Miles Davis' bahnbrechender Formation an der Seite von John Coltrane, Paul Chambers und Cannonball Adderley. 1959 entstand die eopchale Einspielung »Kind of Blue«, eine Platte, die zu einer der populärsten Jazzaufnahmen der Geschichte avancierte. Sie etabliere die modale Spielweise im Jazz. Und Cobb definierte mit seinem sparsamen, treibenden Groove die Spielweise nachfolgender Drummergenerationen mit.

 

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1963 überließ Cobb den Drumhocker bei Miles Davis dem jungen Tony Williams, um fortan mit der Rhythmusgruppe des legendären Sextetts, Wynton Kelly und Paul Chambers, bei Wes Montgomery einzusteigen. Später arbeitete er u.a. lange für die Jazz-Sängerin und Pianistin Sarah Vaughan.

Im Jahr 2002 spielte Cobb das »Four Generations of Miles«-Album mit Mike Stern (Gitarre), Ron Carter (Bass) und George Coleman (Tenorsax) ein.

Über all die Jahre blieb er aktiv, nicht nur in New York City, wo er seine eigenen Bands leitete, darunter Jimmy Cobb's Mob und Jimmy Cobb's Reminiscence Band, sondern auch auf internationaler Ebene und gastierte in Japan, China, die Niederlande, Frankreich, Deutschland, Italien und Südafrika. Seit 2011 leitete Cobb auch die Jimmy Cobb »So What Band«, eine Hommage an »Kind of Blue« und die Musik von Miles Davis.

Am 20. Januar feierte Jimmy Cobb seinen 91. Geburtstag, schon nicht mehr bei bester Gesundheit. Am 24. Mai verstarb der Drumpionier an seinem Wohnort, New York.

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