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Claus Heßler

Alles Moeller oder was?

Mit »Drumming Kairos« hat Claus Heßler unlängst eine hervorragende DVD produziert, und mit seinen Workshops sowie Masterclasses verbreitet er mittlerweile weltweit die Moeller-Technik, als deren wahrer Meister - und amtlicher Nachfolger von Jim Chapin - er rund um den Globus gilt.

Claus Heßler
Claus Heßler

Ob in Europa, Asien oder in den USA, Claus Heßler ist ein gefragter Drummer geworden, der sich akribisch in seiner Karriere nach oben getrommelt hat. Die Moeller-Technik ist aber bei weitem nicht alles, was er zu bieten hat. In diversen Lehrbüchern und seiner DVD widmet er sich zwar ausführlich dieser Thematik, aber letztendlich kommt auch die Musik bei ihm nicht zu kurz. Ihn vors Mikrofon zu bekommen, ist bei diesem gut gefüllten Terminkalender gar nicht so einfach. Umso zufriedener saßen wir daher im Herbst einem entspannten Musiker gegenüber, und zwar auf seiner Küchenbank in Schöllkrippen.

Wie kommt man auf die Idee, seine erste DVD mit »Drumming Kairos« zu betiteln, was den meisten Trommlern sicherlich erst mal überhaupt nichts sagt?

»Es gab im Vorfeld die unterschiedlichsten Arbeitstitel für die DVD, aber die Entscheidung fiel letztendlich per Zufall. Ich bin auf eine Abhandlung gestoßen in der das Phänomen Kairos [Kairos (Griechisch: Καιρóς) ist »ein religiös-philosophischer Begriff für den günstigen Zeitpunkt einer Entscheidung, dessen ungenütztes Verstreichen nachteilig sein kann« (Wikipedia)] erläutert wurde. Mein erster Gedanke war, dass das der Titel für meine DVD sein sollte. Der zweite Gedanke entsprach dann deiner Frage, dass dies wohl kein Mensch auf Anhieb verstehen würde. Aber auf der anderen Seite: warum nicht?! Ein Titel sollte halt neugierig machen und sich dafür von den üblichen Titeln abheben. Mir gefällt die Idee, und hoffentlich sehen das noch ganz viele so.«

Warum hat es überhaupt so lange gedauert, bis du nach den zahlreichen Lehrbüchern eine DVD herausgibst, und wie kam es zur Zusammenarbeit mit Florian Alexandru-Zorn, in dessen Studio ihr die DVD produziert habt?


»Ich bin über die Jahre immer wieder von allen möglichen Seiten wegen einer DVD angesprochen worden. Aber erst im letzten Jahr, bedingt durch sehr viel angesammeltes Material, habe ich mich dazu hinreißen lassen, die DVD tatsächlich und endlich anzugehen. Das Lehrmaterial wäre ohnehin in irgendeiner Form veröffentlicht worden, und da passte letztendlich das Medium DVD einfach besser zu all den Bewegungsabläufen, um die es geht. Dass wir bei Florian produziert haben, hatte zum einen den Grund, dass es für mich um die Ecke war und ich nicht noch viel reisen musste; zum anderen ist es von Vorteil, wenn der Produzent vom Fach ist. So spart man sich viele Erläuterungen und hat bei allen Vorgängen jemanden dabei, der einem unterschiedlich Dinge abnimmt, ohne dass man groß darüber sprechen müsste. Das ermöglicht es, alles eine Spur lockerer anzugehen. Mit dem Ergebnis bin ich auch wirklich zufrieden, und die Kleinigkeiten, die ich heute anders machen würde, sind nicht so dramatisch. Das ist schließlich bei jeder Produktionen der Fall. Solange man sucht findet man immer noch etwas, aber in diesem Fall bin ich insgesamt schon ziemlich stolz auf das Ergebnis.«

Das ganze Interview findet Ihr in drums&percussion Januar/Februar 2014 ab Seite 16.


drums&percussion Januar/Februar 2014

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