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Mike Mangini

Dream Theaters »Drum-Theater«

Kaum eine Audition hat wohl derart viel Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit erregt wie das Vorspiel bei den Progressive- Metal-Göttern von Dream Theater nach dem Ausstieg von Mike Portnoy. Das Rennen hat bekanntlich Mike Mangini gemacht.

Mike Mangini
Mike Mangini

Seit gut zwei Jahren und zwei Alben - das letzte ist das selbstbetitelte »Dream Theater« - sitzt Mike Mangini nun in der Hexenküche der verschachtelten Taktarten und epischen Komposition fest im Sattel, und zwar als gleichberechtigtes Bandmitglied. Spekulationen über die Rückkehr von Mike Portnoy steht Mangini recht locker gegenüber: Man sei nun eine feste Band, die sich in eine ganz eigene Richtung bewege, sagt er selbstbewusst.

Was Mangini für den Posten im »Traumtheater« qualifiziert, das zeigt er gerne auch bei weltweiten Clinics: eine faszinierende Spieltechnik, extrem hohe Geschwindigkeit wie Unabhängigkeit mit Händen und Füßen und - das ist wohl das Wichtigste - eine stets außerordentlich hohe Musikalität.

All das hat uns Mike Mangini exklusiv im folgenden Interview erläutert, das wir mit ihm in Karlsruhe führen konnten.

Auf dem aktuellen Dream-Theater-Album bist du erstmals in die Produktion und das Songwriting eingebunden gewesen. Ist es ein Statement, dass das Album lediglich mit »Dream Theater« betitelt ist?

»Ja, ich denke schon. Ich kann natürlich nicht für den Rest der Band sprechen, aber aus meiner Perspektive scheint es, dass die Jungs auf dem aktuellen Album so rein und unverfälscht sind, wie sie nur sein können. Wir sind eine eingefleischte Einheit. Wenn ich dazukomme, liegt meine Aufgabe darin, diese Zusammenarbeit der Leute nach vorne zu bringen - und mich gleichzeitig zurückzuhalten. Es geht schließlich vor allem um das Resultat und nicht darum, ob ich persönlich nun irgendetwas dazu beigetragen und hier und da eine Note verändert habe. Das möchte ich nicht. Wenn, sagen wir, zwei Komponisten sich zusammentun, um gemeinsam etwas zu schaffen, dann halte ich mich eben zurück und bringe ihre Arbeit dennoch nach vorne. In dieser Hinsicht ist Dream Theater auf dem aktuellen Album sehr ehrlich mit sich und seiner Herangehensweise, und zwar ohne irgendwelche Ablenkungen. Ich denke, dass dies auch der Grund ist, warum das Album »Dream Theater« heißt. Aber ich kann, wie gesagt, nur für mich sprechen.«

Das ganze Interview findet Ihr in drums&percussion März/April 2014 ab Seite 22.