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Stanton Moore

Das Rezept für Gold

Der Titel von Stanton Moores neuer DVD lautet »Groove Alchemy«, und das ist freilich nicht grundlos so. Die New-Orleans-Ikone begibt sich schließlich auf die Suche nach nichts weniger als dem Rezept für pures 'Funkgroove-Gold'.

Stanton Moore
Stanton Moore

Welche Ideen haben eigentlich dazu geführt, dass bestimmte Grooves so unsterblich geworden sind? Wo haben Funklegenden wie Zigaboo Modeliste von den Meters, Clyde Stubblefield oder Jabo Starks bei Soul-Godfather James Brown ihre Ideen hergenommen? Was haben sie ihrerseits damit angestellt? Und: Was kann man selber hinzutun, um heute neue Ideen auf dieser Basis zu entwickeln? Habt ihr euch ferner jemals gefragt, wo die Verbindung zwischen John Bonham und New Orleans zu suchen ist? – Nein?! Dann gibt es wohl noch viel zu entdecken und zu erforschen. Und Stanton Moore nimmt uns dafür mit ins alchemistische Geheimlabor. Wir durften für euch schon mal einen exklusiven Blick in die dampfenden Töpfe und Tiegel in den dunklen Kellergewölben werfen – ähem, nun ist es aber gut – die Dreharbeiten besuchen. Aufgenommen wurde in den einzigartigen Studios von Mr. Levon Helm in einem Waldstück im geschichtsträchtigen Städtchen Woodstock (Namensgeber, aber nicht Veranstaltungsort des legendären Festivals), einige Meilen vor den Toren New Yorks. Helm selbst gehört bekanntermaßen ebenfalls zum erlauchten Kreise der Groovealchemisten, hat er doch als Drummer und Sänger mit The Band, unter anderem in »The Last Waltz« (1976) und mit Bob Dylan, selbst ein nicht gerade leichtgewichtiges Kapitel der Musikgeschichte geschrieben.

Ungezählte Male verhallt, nachdem Kamera und Ton laufen, ein »anytime, Stanton« an den ohne einen einzigen Nagel zusammengehaltenen, hölzernen Studiowänden, bevor die Aufnahmen im Kasten sind. So ein DVD-Dreh – zumal er hier auch mit Studioaufnahmen des Stanton Moore Trios verbunden war – ist wahrlich viel Arbeit. »Groove Alchemy« wird im Frühjahr auf den europäischen Markt kommen.

Stanton Moore
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Das ganze Interview findet Ihr in der aktuellen Ausgabe Mai/Juni 2010 von drums&percussion ab Seite 14.