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Tommy Lee

Lass es ordentlich krachen!!!

Tommy Lee ist ein Rockstar wie er im Buche steht, und zwar einer der Kategorie, die es heute nicht mehr allzu oft gibt. Von sämtlichen bekannten Klatschskandalen bis hin zu furiosen Liveshows und erbarmungslosem Rock-‘n’-Roll-Lifestyle – Tommy Lee hat mit seiner sagenumwobenen Band Mötley Crüe schlichtweg alles (!) erlebt.

Tommy Lee
Tommy Lee

Kürzlich hat die Band nicht nur ein Greatest-Hits-Album veröffentlicht – man ist schließlich, man möge es glauben oder nicht, seit 30 Jahren zusammen –, sondern auch erstmals eine sogenannte Residency, also ein dauerhaftes Gastspiel, in Las Vegas angenommen. Klar, wo sonst?! Eine Band wie Mötley Crüe einen Monat lang nahezu jeden Abend in »Sin City« – das entbehrt nicht einer gewissen Sprengkraft, denn welche Truppe gehört schon besser nach Las Vegas als »the most notorious« Rockband auf diesem schönen Planeten?! 

Für diese Shows hat man sich also dementsprechend ein paar ganz besondere Dinge einfallen lassen, und Tommy Lees Schlagzeugsolo im Achterbahn-Looping, in dem er kopfüber und in allen erdenklichen Winkeln trommelt, was das Zeug hält, ist nur ein kleiner Aspekt des ganzen Spektakels der Superlative. Aktuell ist die Band wieder auf Tour – im Juni auch in Deutschland –, und es sind noch jede Menge Dinge, die im Hause Mötley Crüe anstehen. Die aberwitzige Geschichte von Vince Neil, Nikki Sixx, Mick Mars und Tommy Lee alias Mötley Crüe ist also noch lange nicht an ihrem Ende. Über all das konnten wir mit Tommy Lee am Telefon sprechen. 

 

Auch bei der Show gestern Abend in Vegas habt ihr es vermutlich ordentlich krachen lassen...

»Davon kannst du ausgehen. Ich werde gerade lang­sam wach [lacht]. Die Show war tierisch, und außerdem hatte Vince [Neil, vox] Geburtstag. Wir hatten eine Menge Spaß.«

 

... bei einer der legendären Mötley-Crüe-Partys? 

»Yeah!«

 

Was ist für euch persönlich das Besondere an den Gigs in Las Vegas, in »Sin City«, die ihr den ganzen Februar lang jeden Abend gespielt habt?

»Gerade für eine Band wie uns ist das natürlich eine coole Sache. Wir langen halt mit unserer Show bekanntermaßen gerne mal richtig in die Vollen, und diesmal, in Vegas, konnten wir so richtig überschnappen, weil wir mit dem ganzen Kram nicht herumreisen mussten. Wir hatten in Vegas endlich die Gelegenheit, all das anzustellen, was wir schon immer einmal tun wollten. Das ist saucool!«

 

Beispiele?

»Wir wollten immer mal einen akustischen Block mitten im Publikum machen und dafür Bühnenelemente über die Köpfen der Zuschauer einfliegen lassen. Diese konnten sich drehen, sodass das Publikum eine gute Sicht auf alles hatte. Auch das Klavier z.B. flog über den Köpfen des Publikums und konnte sich drehen. Dazu gab’s dann eine nach allen Regeln der Kunst inszenierte Show mit festen Charakteren um unsere MC Genocide, in der, sagen wir mal, so einiges passiert [lacht]. Dazu kamen jede Menge anderer Special-Effects, Menschen, die an Ketten über dem Publikum hängen und vieles mehr. – So was kannst du einfach nicht in einer normalen Arena machen.«

Das ganze Interview findet Ihr in drums&percussion Mai/Juni 2012 ab Seite 16.