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Jonny König

Eine »Majestät« und das Internet

Mit der trommeltechnischen Umsetzung von Stoibers berühmt berüchtigter »Transrapid«-Rede gelang Jonny König ein großer Wurf bei YouTube: Innerhalb kürzester Zeit hatte der junge Schlagzeuger mehr als eine halbe Million Zuschauer, und neben der FAZ holte ihn auch Stefan Raab bereits in seine Show.

Jonny König
Jonny König

Wir haben Jonny König in Mannheim getroffen, wo er mittlerweile sogar einen Manager beschäftigt, der die fast täglichen Anfragen koordiniert und Herrn König den Rücken frei hält – zur Vertonung neuer Reden bzw. für seine Musik. Aber lassen wir Jonny König der Einfachheit halber doch selber erzählen, wie all das passierte – und wie es in seinem Leben nun ausschaut und, vor allem, wie’s weitergehen soll.

»Mein Cousin war der Auslöser, dass ich mit dem Schlagzeugspielen begonnen habe. Das Instrument hat mich fasziniert, und deswegen haben meine Eltern mir auch recht bald einen Lehrer organisiert. Thomas Stock war einer der alten Schule: Bei ihm gab es im ersten Jahr nur Stunden an der Snaredrum, von denen ich jedoch bis heute profitiere. Es ist gut, dass das alles damals so intensiv war – eine gute Erfahrung. Ich musste alles und jedes beim Trommeln laut mitzählen, und das prägt einen schon. Es folgten die erste Band und viel Musik, und nach dem Zivildienst habe ich versucht, an der Popakademie unterzukommen. Mein Bewerbungsmaterial war jedoch so gut, dass ich noch nicht mal zum Vorspielen eingeladen wurde [lacht]. Eine volle Bruchlandung und Ratlosigkeit waren die Folge. Um nicht ein ganzes Jahr zu verschenken, habe ich das zehnwöchige Intensivseminar am Drummers Institute in Düsseldorf besucht und in Jan Rohlfing einen sehr motivierenden Lehrer gefunden. Ich habe in der Zeit viel geübt und gute Fortschritte gemacht, die es mir letztendlich ermöglicht haben, den Popkurs in Hamburg zu besuchen. Das war ebenfalls eine weitere tolle Erfahrung, wobei ich mich in Hamburg bereits mit eigenen Songs beworben habe. Damit angenommen zu werden, das war schon super. In Hamburg habe ich erneut viel gelernt und wieder reichlich Selbstvertrauen getankt. Zeitgleich mit dem Vorspiel an der Popakademie hatte ich mich nämlich auch an der Hochschule in Nürnberg beworben – in der Jazzschlagzeug- Sparte. Es war eine der schlimmsten Erfahrungen meines Lebens, als die Leute dann fragten, ob ich eigentlich sicher wäre, unbedingt dieses Instrument spielen zu wollen [lacht]. Na ja, letztendlich hat es ja geklappt, und auf den Popkurs folgte dann endlich die Popakademie in Mannheim.«

Das ganze Interview findet Ihr in drums&percussion Mai/Juni 2013 ab Seite 32.