Interview Archiv

Steve Jordan

Der Gott des Grooves

Beim Namen Steve Jordan fällt einem ein Stichwort sicher sofort ein: Groove. Wenn man den New Yorker spielen hört, dann fällt es schließlich schwer, sich irgendwo ruhig in einer Ecke aufzuhalten.

Steve Jordan
Steve Jordan

Das wissen natürlich auch die großen Stars - von Eric Clapton bis John Mayer, von Stevie Nicks und Sonny Rollins bis Keith Richards -, und daher steht Steve Jordans Name ganz oben auf der Liste, wenn’s um die Besetzung des Drumhockers für eine Studiosession oder eine Tour geht.

In den letzten Jahren hat sich Steve Jordan zudem als Produzent einen mehr als nur klangvollen Namen gemacht. Zahlreiche Auszeichnungen konnte er mit seinen Produktionen bereits einheimsen. Grund all dessen ist Jordans zielsicheres Gespür für das, was ein Song braucht, um zu funktionieren - nicht mehr und nicht weniger.

Wir haben Steve Jordan auf Tour mit Mr. Slowhand Eric Clapton getroffen und mit ihm ein exklusives Interview führen können.

Mit jemandem wie dir muss man nahezu selbstverständlich als erstes über das Thema »Groove« sprechen. Was bedeutet ein Groove für dich, und was lässt ihn in einem bestimmten Kontext funktionieren?

»Das ist natürlich ein sehr weite Frage [lange Pause]. Die Leute haben zunächst einmal einen jeweils individuellen Herzschlag, einen eigenen Rhythmus und einen eigenen Puls. Das macht Musik letztendlich ja so einzigartig: Sie ist immer sehr subjektiv. Jeder Musiker wird Musik anders interpretieren. Es gibt so viele Drummer, die für ihre Grooves, ihre »pocket«, ihre »time« oder was auch immer bekannt geworden sind, und sie sind alle völlig unterschiedlich: Ein Al Jackson ist anders als Benny Benjamin oder Roger Hawkins, Jabo Starks hat einen anderen Groove als Clyde Stubblefield oder Bernard Purdie, und Ringo klingt anders als Charlie Watts oder Freddy Waits. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Und: Jeder ist mit Fug und Recht ein »king of the groove«. Es hängt also immer am Individuum, daran, wie der Groove mit der Persönlichkeit verbunden ist. Die wichtigste Frage lautet: Hast du genug Selbstvertrauen, tatsächlich zu fühlen, was ein Groove ist? Jeder »king of groove« hat seinen eigenen, und deswegen kann man die einzelnen Musiker auch so gut auseinanderhalten bzw. sofort erkennen.«

Das ganze Interview findet Ihr in drums&percussion Mai/Juni 2014 ab Seite 24.