Interview Archiv

Jost Nickel

Grooves aus dem Hause »No. 1«

Seit gut acht Jahren ist Jost Nickel die treibende Kraft hinter Disko No. 1, der Band von Jan Delay. Was zunächst als einmaliges Projekt geplant war, hat mittlerweile eine beeindruckende Erfolgsgeschichte geschrieben.

Damals kam Jost Nickel als letztes Mitglied in die Disko No. 1. In der Zwischenzeit hat sich die Band als Einheit in der deutschen Musiklandschaft fest etabliert, und Jan Delay legt mit ihr ein Erfolgsalbum nach dem anderen vor, hat die Republik auf Tourneen und Festivals rauf und runter bereist und hinterlässt überall eine freudig erregte Meute. Klar spielen dabei die saftigen Grooves, die diese exzellente Band auch und gerade live kredenzt, eine wesentliche  Rolle, und zusammengehalten wird das Gesamtpaket zu einem nicht geringen Teil von der Schlagzeugarbeit von Jost Nickel. Feinster Groove ist also sein Thema, aber freilich nicht nur der. Auch auf internationalen Drumclinics hat sich Nickel als Solist einen klangvollen Namen erspielt, und gerade erst ist sein erstes Buch erschienen, welches sich, ihr erratet’s wohl, ebenfalls vornehmlich mit »Groove« beschäftigt. Diese komplette Entwicklung und natürlich das neue Jan-Delay-Album »Hammer & Michel« waren also mehr als nur ein Grund, sich mit Jost Nickel ausführlich zu unterhalten.

Als wir das letzte Interview geführt haben, ging’s für dich gerade mit Jan Delay los. Daraus ist ja eine überaus erfolgreiche Geschichte geworden...

»Ja, das kann man wohl so sagen [lacht]. Damals kam ich ja als Letzter in die Band. Ich war also erst einmal ›der Neue‹. Wir sollten am Anfang ja nur eine Festivalsaison sowie eine Tour in zwei Teilen spielen. Das und das Album [›Mercedes Dance‹, 2006] sollte es eigentlich gewesen sein. Bis auf die Sängerinnen ist die Band seither unverändert geblieben, denn wir kamen musikalisch und menschlich so gut miteinander aus, dass wir einfach weitergemacht haben. Das Menschliche ist schließlich, sofern musikalische Richtung und Qualität stimmen, genauso wichtig. Aus diesen Voraussetzungen wurde ›Mercedes Dance Live‹ [2007]. Danach kam das nächste Album [›Wir Kinder vom Bahnhof Soul‹, 2009] – und zwar immer noch mit der gleichen Band. Die Arbeit an ›Hammer & Michel‹ hat sich über drei Jahre erstreckt. Bei uns hieß das Ganze zunächst ›Operation Spielwiese‹: Wir haben uns bei Jan im Studio getroffen und konnten dort, zumindest rudimentär, Ideen aufnehmen – als Arbeitsgrundlage. Dabei haben wir auch exotische Sachen wie Soca und Ähnliches ausprobiert. Möglichst viel zu experimentieren war ja gerade die Idee für das neue Album. Wir waren in alle Richtungen offen. Es hat sich aber schnell herausgestellt, dass das Rockgitarrenelement einfach am besten funktionierte. Da es Jan auch sehr gut gefiel, haben wir in diese Richtung weitergeforscht. Wenn immer man ein Album herausbringt, hat man damit eigentlich mehrere Jahre zu tun: einmal mit dem Schreiben und Aufnehmen, dann mit dem Livespielen auf Tour und bei Festivals. Mittlerweile gibt’s die Disko No. 1 als feste Band seit acht Jahren – was ein Wahnsinn ist, wenn man sich vorstellt, dass es die Beatles insgesamt nur zehn Jahre lang gegeben hat [lacht].«

Das ganze Interview findet Ihr in drums&percussion November/Dezember 2014 ab Seite 14.


Interviews aus drums&percussion November/Dezember 2014

Öffnet externen Link in neuem FensterZur Heftnachbestellung

Öffnet externen Link in neuem FensterAbo abschließen

Öffnet externen Link in neuem Fensterdrums&percussion Shop

zum Interview-Archiv