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Chris Coleman

Neuzugang bei Prince

Chris Coleman ist ein unglaublich netter Zeitgenosse, der es jedoch faustdick hinter den Ohren hat, sobald er hinter seinem Kit sitzt. Mit Technik, Spielwitz und reichlich Kreativität konnte er schließlich auch ein Kaliber wie Prince von sich überzeugen.

Chris Coleman
Chris Coleman

Wir trafen Coleman beim »Modern Drummer«-Festival in New York und fünf Wochen später noch einmal beim Meinl- Drumfestival in Gutenstetten zum Gespräch, und das beginnt, wie sollte es wohl anders sein, genau hier...

Lass uns mal über deinen aktuellen Arbeitgeber Prince sprechen. Wie wurde er auf dich aufmerksam und wie ist es, mit so einer Lichtgestalt der Musikwelt zu arbeiten?

»Was soll ich sagen? Einfach großartig. Wir haben genügend Stücke für eine CD eingespielt, und in der engeren Auswahl sind nun acht bis elf davon – aber das liegt nicht in meiner Hand. Ich bin über die Bassistin Tal Wilkenfeld zu Prince gestoßen. Es gab diese 'Bass Player Live'-Veranstaltung, wo ich als Drummer einen Freund begleitete – und Tal war nach uns zusammen mit Vinnie Colaiuta auf der Bühne. Das habe mir natürlich nicht entgehen lassen und auch mit ihr, Vinnie und dessen Tech gesprochen. In L. A. habe ich mit ihm einen gemeinsamen Proberaum, und daher kennt man sich natürlich. Tal nahm das Ganze ziemlich ernst und lud mich zu einer Session ins Studio, in dem sie gerade arbeitete, ein. Nun kommen solche Einladungen bekanntlich häufig vor, aber im Endeffekt selten zustande – entweder weil sie terminlich nicht passen oder halt doch nur eine freundliche Floskel sind. In diesem Fall war es jedoch anders, und als ich dann bei ihr auftauchte, haben wir tatsächlich gemeinsam an Songs gearbeitet. Ich dachte zuerst, diese seien für ihr Album gedacht, aber dann sagte sie, dass dem nicht so sei – sie wollte aber auch den Künstler nicht nennen. Um die Geschichte abzukürzen, am Tag darauf sagte sie mir, es sei Prince – und da war ich schon baff. Ich gab ihr dann einiges von meinem Material mit, Prince mochte es und ließ Tal und mich in sein Paisley- Park-Studio zum Jammen einfliegen. Zuerst jammte ich mit Prince allein. Er spielte Bass, und von da an ging es weiter, wir haben zu dritt gejammt, Songs eingespielt und ziemlich viel Spaß gehabt. Ein Song, 'Hot Summer', läuft in den USA bereits im Radio, und ich hoffe, dass die CD zum Jahreswechsel erscheint.«

Chris Coleman
Chris Coleman

Das ganze Interview findet Ihr in der aktuellen Ausgabe drums&percussion September/Oktober 2010 ab Seite 14.


drums&percussion September/Oktober 2010

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