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Virgil Donati

Ab in die Rhythmusunterwelt

Virgil Donati ist ein Hexer, ein Führer durch verwundene, gleich mehrfach über- und untereinandergeschichtete Rhythmuswelten. Was Donati dabei so aus seinen Gliedmaßen zaubert, lässt den Zuhörer immer wieder erstaunen.

Virgil Donati
Virgil Donati

Wir haben den gebürtigen Australier während einer Clinictour getroffen, und selbstredend spielte er auch dort seinen mehr als komplizierten, mitunter wahnwitzig arrangierten Progressive-Rock, für den er berühmt und – das darf man in diesem Fall wohl so sagen – berüchtigt ist. Aber ebenso selbstverständlich ist die Persönlichkeit eines Musikers wie Donati wesentlich vielschichtiger, und der Polyrhythmusbereich ist dabei nur einer unter vielen. Schaut man in Donatis Diskographie, so zeigt sich die komplette Bandbreite seines Schaffens. Kaum jemand hat sich dem Instrument so sehr mit Leib und Seele verschrieben wie Virgil Donati. Damit ist er auch zu einem ausgewiesenen Forschergeist in Sachen »Zukunft der Drums« geworden, der sich selber immer wieder neue – für manch leichter besaiteten Zeitgenossen schlicht unerreichbare – Ziele steckt. Über all das haben wir uns mit Virgil Donati unterhalten und durften dabei ziemlich tief in die Unterwelt seiner Trommelphilosophie reisen. 

Man kennt dich u.a. für ziemlich ausgiebiges Üben. Wieviele Stunden am Tag verbringst du heute so hinter dem Set?

»Mein Übeverhalten hat sich im Verlauf der Jahre schon verändert, vor allem in der letzten Zeit. Heute verbringe ich nicht mehr so viele Stunden hinter dem Set, aber übe immer noch regelmäßig. Es bleibt einfach nicht mehr so viel Zeit übrig, weil ich jeden Tag mit dem Schreiben von Musik, dem Proben und Aufnehmen verschiedener Tracks zu tun habe. Es dreht sich nach wie vor alles um Musik, hat sich aber eben etwas verlagert. Was das eigentliche Üben angeht, bin ich gerne vier Stunden pro Tag hinter dem Set, wenn ich es schaffe.«

Na ja, so richtig wenig ist das ja nun auch nicht...

»Das stimmt schon. Das Pensum hat aber nichts mehr mit den ›mythologischen‹ Dimensionen zu tun, die man mir nachsagt [lacht].«

 

Das ganze Interview findet Ihr in drums&percussion Mai/Juni 2012 ab Seite 30.