Testberichte-Archiv

Pearl »ePro Live«-Kit

Fast wie ›echt‹

Das Motto von Pearls neuem E-Drumset lautet schließlich »Be real!«, und man sieht auch (fast) erst auf den zweiten Blick, dass es sich beim »ePro Live« in Wahrheit um ein elektronisches Set handelt.

Pearl »ePro Live«-Kit
Pearl »ePro Live«-Kit

Dafür ist in erster Linie die Tatsache verantwortlich, dass das Set aus sechslagigen Holzkesseln (Pappel) in den nahezu üblichen Größen (10˝ x 6,5˝, 12˝ x 7˝ und 14˝ x 8˝ Toms, 20˝ x 12˝ Bassdrum und 14˝ x 5˝ Snaredrum (mit Teppich und Abhebung)) besteht. Die Testkessel sind »quilted maple fade« foliert und mit normal verchromten Bridge-Type-Böckchen sowie »triple flanged« Spannreifen ausgestattet. Erhältlich ist ebenfalls eine Folie in »jet black«. Auch die Hardware wie Tomund Beckenhalter stammen vom akustischen Pendant, und so ist der Aufbau (sowie Transport und Gewicht) des Sets tatsächlich keine große Umstellung. Die Becken sind ebenfalls ihren ›analogen‹ Gegenstücken vergleichbar: Das etwas über 16˝ große Ride (Dualtigger) sowie das 13˝ große Crash (beide haben Choke- Funktion) und die rund 12˝ große Hihat bestehen aus Messing, das von unten mit Plastik gedämpft ist (alternativ werden Plastikbecken angeboten). Die Hihat hat zu dem Messingtop- in schwarzes Plastik- Bottombecken, das derzeit auf einem mehr oder weniger üblichen Beckenhalter platziert wird, sowie ein »remote control«- Pedal. Sämtliche Instrumente finden auf einem stabilen, schwarzen Rack mit zwei in der Höhe flexibel einstellbaren Seitenauslegern Platz. Somit sind die Einstellungsmöglichkeiten sehr übersichtlich und praktisch umzusetzen. Per Klettring lassen sich sämtliche Kabel fixieren. So ist auch der mehrfache Aufbau wesentlich schneller zu bewerkstelligen, und aufgeräumter sieht die Sache ebenfalls aus. Allein, das Zusammenfalten des Racks kann bei den ersten Versuchen, sagen wir, etwas Improvisationstalent erfordern.

Eigentlicher Clou der »ePro Live«- Trommeln sind natürlich die (einzeln übrigens recht schweren) Triggereinheiten, die »TruTrac«-Felle: Diese bestehen aus eigens entwickelten, gummiartigen Oberflächen, die sich durchaus handelsüblichen Fellen vergleichbar verhalten, ebenso auf dem Kessel montiert werden und einen recht weichen Gummirand (Rim) haben, der natürlich höher als der eigentliche Spannreifen des Kessels liegt. Die weiße Farbe rundet das optische Erscheinungsbild ab. Freilich lassen sich auch normale Felle aufziehen, sodass das »ePro« zu einem – wenn auch klanglich etwas eigensinnigen – Akustikset werden kann. Auf der Resoseite sind ohnehin normale, klare »ProTone«-Felle von Pearl montiert.

Den gesammten Praxisreport findest Du in der aktuellen Ausgabe drums&percussion März/April 2011 ab Seite 66!