Testberichte-Archiv

Meinl-»Artisan Edition«-Cajones

Von Meisterhand gemacht

Die »Artisan Edition«- Cajones aus dem Hause Meinl werden in Spanien in buchstäblich allerfeinster Handarbeit hergestellt. Und dabei wird neben den edlen Materialien selbstredend größter Wert auf die Details und, natürlich, den Klang gelegt.

Meinl-»Artisan Edition«-Cajones
Meinl-»Artisan Edition«-Cajones

Angeboten werden derzeit drei verschiedene Modelle: die »Soleá«, die »Bulería« sowie das Topmodell, die »Seguiriya«. Sämtliche Modelle bestehen aus einem Korpus aus Birkenfurnieren (neun oder elf (»Seguiriya«) Lagen), welche charakteristische, ergonomische und schlichtweg wohlproportionierte Rundungen aufweisen. Der Korpus ist in einem Satinfinish naturbelassen. Die Schlagflächen sind jeweils leicht nach innen gewölbt und von Modell zu Modell aus unterschiedlichem Holz gearbeitet. Auf den jeweiligen Modellen befindet sich ein aufwendiges Branding.

Beginnen wir mit dem »Soleá«-Modell: Wie die anderen Modelle misst die Cajon 47 x 28,5 x 30 cm (H x B x T) und steht auf vier sehr weichen Gummifüßen, welche die Cajon sehr gut vom Boden entkoppeln. Sämtliche Kanten sind perfekt gerundet. Die Schlagfläche besteht hier aus massivem Zedernholz (»espresso brown burst«-Finish). Wie bei allen »Artisan Edition«-Modellen ist die Schlagfläche geschraubt – auffällig dabei sind die aufliegenden Kreuzschlitzschrauben mit zusätzlichen Unterlegscheiben oberhalb der Schlagflächenmitte, etwa dort, wo man die Basstöne spielt. Dadurch entwickelt sich hier ein potenter Ton. Ansonsten sind die Schrauben versenkt. Im Inneren der Cajon befinden sich am oberen Rand zehn quer gespannte Schnarrsaiten, die in ihrer Spannung selbst nicht weiter verändert werden können/müssen. Sie sorgen für eine sehr klare, leicht angeschärfte Snareartikulation. Das 10,5 cm große, runde Schallloch auf der Rückseite – auch dessen Ränder sind bei allen drei Cajones gerundet – sitzt leicht oberhalb der Mitte. Von dort aus blickt man auf ein internes Filtersystem: Ein dünnes Stück Holz wurde hier gerundet eingearbeitet.

Den gesamten Testbericht findest Du in drums&percussion Mai/Juni 2012 ab Seite 88!