Testberichte-Archiv

Star-Serie von Tama

Strahlend neuer Stern am Tama-Himmel

In der Tama-Historie kann man nachlesen, dass die ersten Drumsets ab 1965 unter dem Namen »Star« produziert wurden - und erst 1974 der Name »Tama« eingeführt wurde. Jetzt schließt sich also in gewisser Weise ein Kreis, und ein neue »Stern« am Trommelhimmel leuchtet heller denn je.

Star-Serie von Tama
Star-Serie von Tama

Kesselresonanz und Sound zu maximieren, war die Herausforderung der Ingenieure bei der Entwicklung der Star-Serie. Dafür wurde jedes Detail, ob Kessel, Gratung, Tomhalterung, Bassdrum- und Floortomfüße usw. auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis sind neue Features und nicht zuletzt optimierte Kessel in zwei Holzarten, nämlich Bubinga und Maple. In dieses Set fließen die über Jahrzehnte gesammelten Erfahrungen sowie das Wissen aus zahlreichen Forschungsergebnissen ein. Die Drums sind in 16 Oberflächen, allen Tama-Trommelgrößen lieferbar und werden in Japan von Hand gefertigt.  
Die Bubingakessel des uns zum Test zur Verfügung gestellten Sets bestehen aus fünflagigem Bubingaholz plus je eine Lage Cordia außen und innen. Sie sind - einschließlich Bassdrum und Snaredrum - mit 4,5 mm Wandstärke dünner als die Starclassic-Pendants und verfügen über 9 mm dicke Sound-Focus-Rings (SFR), die den Kessel stabilisieren und den Sound fokussieren, wobei die dünnen Kessel insgesamt ein besseres Resonanzverhalten bieten. Sämtliche Gratungen und Innenseiten der Kessel werden akribisch und zeitaufwendig von Hand mit Öl bearbeitet. Um die Kesselmitte außen und auf der Innenseite der Sound-Focus-Rings verläuft ein kunstvolles Holzinlay (optional). Die hochglanzlackierte, dunkelgrün gebeizte Cordia-Außenlage und die geölten Innenseiten mit den verzierten Verstärkungsringen adeln das edle Erscheinungsbild dieses Instruments. Die Kesselgratungen sind im 45-Grad-Winkel gehalten und stark gerundet, der Grat selbst ist ca. 3,5 mm von der Kesselaußenwand nach innen versetzt, um dem Fell mehr Kesselkontakt zu verleihen, was den Sound runder und voller macht und gleichzeitig eine leichte Dämpfung der Obertöne bewirkt.
Bei den technischen Eigenschaften beginnen wir bei der Tomaufhängung, dem Super-Resonant-Mounting-System: Auf den ersten Blick unterscheidet es sich kaum vom Starcast-Mounting-System, funktioniert aber anders und weist nur noch drei  Berührungspunkte mit der Trommel auf: zwei am oberen Spannreifen in der horizontalen Ebene (9-Uhr- und 3-Uhr-Position) und eine am unteren Spannreifen mittels eines am Tomhalter fixierten, verstellbaren, gummiisolierten Bügels. Verbindet man diese drei Punkte mit einer Linie, entsteht ein Dreieck, welches das Gewicht der jeweiligen Trommel optimal verteilt und die Belastung auf Kessel und Spannreifen reduziert. Darüber hinaus wurden innerhalb der Tomhalterung (und bei den Floortoms) Gummiisolatoren eingebaut, die verhindern, dass die Vibration der Kessel sich auf Tomhalterungen bzw. -ständer überträgt.

Snare mit One-Piece-Lugs
Snare mit One-Piece-Lugs
Toms mit SR-Aufhängung
Toms mit SR-Aufhängung
Bassdrum mit High-Mass-Füßen
Bassdrum mit High-Mass-Füßen

Den gesamten Testbericht findest Du in drums&percussion Mai/Juni 2013 ab Seite 60!