Testberichte-Archiv

DrumCraft-8er-Set mit Acrylkesseln

Durchsichtig und bisweilen bissig

Dass die Sets aus dem Hause DrumCraft sich in der Drummerszene etabliert haben, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Die Gründe: eine sehr gute Verarbeitung, innovative Detaillösungen und ein weit mehr als ordentlicher Klang.

DrumCraft-8er-Set mit Acrylkesseln
DrumCraft-8er-Set mit Acrylkesseln

Die Sets der Highendserie (»8«) gibt’s jedoch nicht nur mit Birken- und Ahorn-, sondern auch mit Acrylkesseln – und zwar konsequenterweise in der Trend­farbe ›durchsichtig‹. Zum Test lag ein Set mit einer 22˝ x 20˝ Bassdrum, 10˝ x 8˝ und 12˝ x 9˝ Toms, einer 16˝ x 14˝ Standtom und einer 14˝ x 6,5˝ Snare vor. Natürlich haben auch die Acrylsets all die »German engineered« Ausstattungsmerkmale, die für den guten Ruf der DrumCraft-Sets aus chinesischer Fertigung gesorgt haben. Da wären die in diesem Fall in »black nickel« verchromte Kesselhardware mit dem preisgekrönten, individuellen Design, die »Zero Gravity Mounts« an den Toms, die soliden »triple flanged« Spannreifen, gegossene Bassdrumklauen und natürlich die Bestückung mit Re­mo/USA-Fellen (hier natürlich bis auf die Snare in Ambassador-Clear). So weit, so bekannt. Doch wo liegen nun die Eigenheiten der DrumCraft-Acrylkessel?

Der Kessel der Bassdrum kommt auf eine Stärke von 6,5 mm und ist – wie alle Acrylkessel bei DrumCraft – nahtlos. Hier wurde keine Acrylplatte gebogen, sondern das Material insgesamt extrudiert. Auch der Spannreifen der ungebohrten Bassdrum besteht ebenfalls aus Acryl, das allerdings schwarz eingefärbt ist. Die Kesselgratung ist superpräzise gearbeitet und kommt mit einem minimalen Gegenschnitt auf einen Innenwinkel von 45 Grad. Aufgezogen sind klare Powerstroke-3-Felle mit Ringdämpfung. Die schweren Bassdrumklauen sowie die
-füße liefern das mittlerweile gewohnte DrumCraft-Feeling. In einer tiefen Stimmung (und testweise ohne jegliche Dämpfung) fällt die große Wucht dieses insgesamt nicht unbedingt leichtgewichtigen Kessels auf, denn er liefert einen fundamentalen Ton – und noch mehr »attack«. Allerdings zeigt sich auch, dass man hier durchaus zu etwas Dämpfung (welcher Art auch immer) greifen sollte, denn der Kessel hat ein ausgeprägtes Obertonverhalten.

Attacke: Die Snare präsentiert sich  bei Bedarf recht angriffslustig
Attacke: Die Snare präsentiert sich bei Bedarf recht angriffslustig
Ungestüme Präsenz: Die Toms klingen fast brutal ›knackig‹, aber dennoch ausgewogen
Ungestüme Präsenz: Die Toms klingen fast brutal ›knackig‹, aber dennoch ausgewogen
Macht am Fuß: Die Bassdrum hat  mit fundamentalen Ton und »attack«
Macht am Fuß: Die Bassdrum hat mit fundamentalen Ton und »attack«

Den gesammten Praxisreport findest Du in der aktuellen Ausgabe drums&percussion September/Oktober 2011 ab Seite 104!


drums&percussion September/Oktober 2011

Praxisreports aus drums&percussion September/Oktober 2011

Öffnet externen Link in neuem FensterZur Heftnachbestellung

Öffnet externen Link in neuem FensterAbo abschließen

Öffnet externen Link in neuem Fensterdrums&percussion Shop

zum Praxisreport-Archiv